Ich denk an Dich

Ich denk an Dich in stillsten Sternennächten,
wenn alle Welt im Schlummer liegt,
wenn Silberstrahlen ihre Bänder flechten
durch Zweige, die der Herbstwind wiegt.

Ich denk an Dich, wenn in des Baches Fluten
der Sonne Lichter schlafen gehn,
und überm Horizonte Brände gluten,
daß Berg und Tal in Flammen stehn.

Ich denk an Dich im tiefen Waldesrauschen,
im Blüh’n der Blumen um mich her.
Ich denk an Dich, wenn zärtlich Quellen plauschen,
wenn Wolken wandern nach dem Meer.

Du weißt es nicht! Mein ruheloses Herze
hält immerdar verschlossen sich.
Und doch! Geschenk genug ist’s meinem Schmerze,
zu ahnen nur, — ich denk an Dich.