Ich frage dich

Ich frage dich: Was ist das tiefste Weh,
was eine Stunde, nichts als Gram erbringend?
Ein Steinwurf nur in einen stillen See,
erst Wellen schlagend und dann leis’ verklingend.

Ich frage dich: Was ist das größte Leid, —
so groß, daß immer du zu sterben meinest?
Ein Stäubchen ist’s im Raum der Ewigkeit,
ein Stäubchen nur, das du allein beweinest.

Ein Menschenleben ist ein Opfergang,
sofern du lebst nach deines Herzens Güte.
Der Weg ist schwer und unerbittlich lang,
am Ende aber steht der Liebe Blüte.