Sehnsucht
O Herz, o Herz! Ich wollt’ dich gerne zügeln,
daß deiner Schläge Glut in sich vergeh’,
doch meine Sehnsucht eilt auf weiten Flügeln
und mit ihr wandern Liebe, Lust und Weh.
Wann immer ich mich im Vergessen übe,
im Tagesleuchten, in der Sterne Schein,
mein ganzes Denken flieht zu Dir, Geliebte,
und läßt die Einsamkeit so schwer mir sein.
Nur der kann sie, die Sehnsucht, voll ermessen,
dess’ Liebe bis zum höchsten Himmel steigt.
Und keiner kann das Paradies vergessen,
bevor sein Herze nicht für immer schweigt.