Was Dir verblieb

Wer singt von Lieb und Lust,
der singt von Leid und Weh.
Denn, ach in jeder Brust
fiel kühler, kühler Schnee
auf heiße Lieb.

Wenn Du den Sommer lang
gelebt, geliebt, gelacht,
dann ist’s ein Herze bang,
dann ist’s die stille Nacht,
was Dir verblieb.

Wer singt von Leid und Weh,
der singt von Lieb und Lust.
Denn keiner klagte eh,
der Einsamkeit bewußt:
O komm, o gib!

Wenn immer du auch weinst,
da du heut’ aufgewacht,
es ist das Glück von einst,
es ist die stille Nacht,
was Dir verblieb.